Autor: Bernd Meierhofer

Die diesjährige Begattungssaison auf den zehn offiziellen Belegstellen des Bundeslandes Salzburg verlief ausgesprochen erfolgreich. Insgesamt wurden 6.043 Königinnen zur Begattung aufgefahren, von denen 4.833 erfolgreich begattet wurden. 15 % dieser Königinnen entstammen der Rasse Apis mellifera mellifera (Dunkle Biene), während 85 % der Rasse Apis mellifera carnica (Carnica-Biene) entstammen. Die hohe Anzahl an aufgefahrenen Königinnen und deren Begattungsergebnis zeigt einmal mehr die hohe Qualität der Salzburger Belegstellen in alpinen und voralpinen Regionen.

Von den zehn Landesbelegstellen sind zwei für die Dunkle Biene und acht für die Carnica-Biene zugelassen. Durch das Salzburger Bienenwirtschaftsgesetz ist die Zucht anderer Bienenrassen im Bundesland nicht erlaubt. Dies dient seit Jahrzehnten dem Erhalt regional angepasster und leistungsstarker Populationen und unterstützt stabile Zuchtfortschritte sowohl bei der Dunklen Biene als auch bei der Carnica Biene.

Ein besonders starker Beitrag kommt von unserer Carnica Zuchtgruppe. Mit 2.575 aufgefahrenen Königinnen und 2.152 erfolgreichen Begattungen auf den Belegstellen LS1 Strobl und LS5 Abtenau verantwortet unsere Zuchtgruppe ca. die Hälfte aller Carnica-Königinnen, die heuer im Bundesland Salzburg aufgefahren wurden – ein bemerkenswerter Anteil.

Auch außerhalb der offiziellen Landesbelegstellen ist unsere Carnica Zuchtgruppe ein wichtiger Motor der regionalen Zuchtarbeit: Die Begattungsstelle am Eugendorfer Berg, obwohl nicht als Landesbelegstelle geführt und daher in dieser Statistik nicht enthalten, leistet einen zusätzlichen und bedeutenden Beitrag zur Erhaltung und Weiterentwicklung der Carnica-Bienenpopulation in Salzburg.

Insgesamt nutzten im Jahr 2025 153 Züchterinnen und Züchter die Salzburger Landesbelegstellen. Begattungsergebnisse von 80 % und darüber belegen die hervorragenden Standortbedingungen. Abgeschirmte Talkessel sowie Berg- und Voralpenlagen ermöglichen gezielte, kontrollierte und sichere Anpaarungen – ein großer Vorteil im Vergleich zu offen beflogenen Gebieten.

Trotz der sehr positiven Ergebnisse ruht sich unsere Carnica Zuchtgruppe nicht auf ihren Erfolgen aus. Bereits jetzt werden neue Begattungsständer produziert, um optimal auf die kommende Saison vorbereitet zu sein. Gleichzeitig werden die IT-Abläufe in unserer Zuchtgruppe umfassend modernisiert, insbesondere im Bereich der Leistungsprüfung, um die Datenerfassung, die Auswertung und die Dokumentation weiter zu verbessern und zukunftsfit zu gestalten.

Mit diesen Entwicklungen bestätigt sich: Die Salzburger Belegstellenlandschaft ist nicht nur ein zentraler Faktor für die heimische Bienenzucht – sie bleibt auch organisatorisch, technisch und züchterisch in Bewegung, um die Qualität langfristig sicherzustellen und weiter zu steigern. Die Züchterinnen und Züchter unserer Zuchtgruppe sind jedenfalls nach wie vor mit großem Eifer bei der Sache, wenn es darum geht, auch nach 60 Jahren ununterbrochener Carnica-Zuchtarbeit ihren Beitrag zu leisten.

⇒ hier geht es zum Gesamtbericht über alle Belegstellen im Bundesland Salzburg

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